Montag, 4. Juli 2016

Thema Mikhitarjan: Quo vadis, BVB? - Hummels hätte schweigen sollen

Mats Hummels war Mannschaftskapitän beim BVB, eine Führungspersönlichkeit, die man gern in den Vordergrund gedrängt hat. Ein Top-Spieler, bei dem jeder davon ausging, dass er auch ein Top-Hirn hat.

Denkste! Dass Ilkay Gündogan den Klub verlassen würde, war den meisten BVB-Fans seit langem klar. Eigentlich wollte er schon vor einem Jahr weg zu Manchester Cityund diesmal hätte nur seine Verletzung noch einen Strich durch die Rechnung machen können.

Nun hat sich offenbar der Armenier schon vor längerer Zeit Hummels anvertraut und diesem mitgeteilt, dass er im Sommer 2016 unbedingt den Verein verlassen will, um bei ManUnited dicke Kohle abzusahnen.

Hummels ist dumm genug, dies nun im Nachhinein preis zu geben. Diese Haltung zeigt sehr deutlich, wie sehr es den Spielern doch entgegen allen Bezeugungen zu den Vereinen ums Geld geht. Hätte Hummels mal geschwiegen, müßten sich nun nicht tausende von BVB-Fans veralbert vorkommen. Verarscht von jungen Menschen, denen sie Vertrauen geschenkt haben, die Idole waren.

So hat der Fußball einmal mehr seine geldgefräßige Fratze gezeigt.

Hätte Hummels die sportliche Führung warnen sollen, anstatt selbst als erster den Abgang zu machen und damit dem Wechselrad erst richtig Schwung zu verleihen? Hätte er ein Herz für den BVB gehabt, hätte er die richtigen Schritte getan.

Liebe Fußballer, laßt die Brustklopferei und das Küssen der Vereinsembleme an den Trikots. Ihr meint es nicht ernst.

Hummels rechnet ein und eins zusammen (Gündogan und Mikhitarjan) und kommt dabei zu dem Schluss, dass er mit dem BVB nichts mehr reißen kann, also keine Titel mehr auf dem Plan stehen. Unter fadenscheinigen Vorwänden, wie familiären Gründen, bittet der Abwehrspieler den BVB um die Freigabe für den Wechsel zum FC Bayern München. Ausgerechnet zu dem Verein, den Dortmund in der Saison 2016/17 angreifen wollte.

Nicht ganz pfiffig haben sich aber auch die BVB-Oberen nicht gezeigt. Denn wenn einem Spieler seit April des Jahres ein Top-Angebot des BVB vorliegt, der Akteur aber keinen Finger zur Unterschrift krumm macht, dann hätten ein wacher Sportdirektor und ein schlauer Geschäftsführer früh hellhörig werden müssen. Sind sie offenbar aber nicht.

Dass diese nun eine zweite U23-Auswahl zusammengekauft haben, Akteure mit sportlichem und finanziellem Potential für den Klub, ist wiederum schlau. Nun allerdings Andre Schürrle und Mario Götze als Ersatz für "Micki" einkaufen zu wollen, ist abenteuerlich. So sehr Tuchel auch Schürrle haben möchte. In den letzten Jahren und auch jetzt bei der EM ist er den Leistungsbeweis schuldig geblieben. Stellt sich im Endeffekt die Frage: Quo vadis, BVB? Für den Angriff auf den FC Bayern wird es wohl nicht ganz reichen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen