Mittwoch, 29. Mai 2013

Arbeitslosenstatistik ohne Wert?

Jeden Monat aufs Neue werden die Zahlen zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. Das ist meist eine Jubelarie der Politik, die uns Arbeitslosenzahlen nennen, die an der Realität vorbei gehen.

Dabei ist die Schere zwischen der Zahl der möglichen Berufsstarter zur Zahl der Ausbildungsstellen wieder größer geworden. Auf 15.646 unversorgte Bewerber kommen 9.940 offene Stellen. Die Unternehmen meldeten zum Beginn des statistischen Beginns des Ausbildungsjahres fünf Prozent weniger Ausbildungsstellen.

Schwindelig im wahrsten Sinne des Wortes wird einem aber, wenn man dann auf die Arbeitslosenzahlen schaut und dazu als Kommentar erhält: Nur schwach fiel die Frühjahrsbelebung im Mai aus. Mag sein, dass diese wegen des nicht stattgefundenen Frühlings eben schwächer war. Das Dortmund eine Hochburg der Arbeitslosigkeit ist, ist seit Jahren bekannt und stetig folgen Duisburg, Gelsenkirchen und Essen auf den nächsten Plätzen. Die Orte, in denen es noch Industrie und nicht nur Industriekultur gibt.
Nur steht doch die Frage im Raum, ob diese Zahlen denn nun so richtig sind. Das strahlend freudige Lächeln von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen macht immer den Eindruck, es sei alles gut in Deutschland. Aber wie viele Menschen kommen in dieser Arbeitslosenstatistik nicht vor, obwohl sie es eigentlich sollten. Arbeitslose in bestimmten Maßnahmen werden nicht erfasst. Ein-Euro-Jobber werden nicht erfasst. Dumping-Löhner, die mit Hartz-IV aufstocken müssen, werden nicht erfasst und so weiter, und so weiter. Eine Statistik ohne Wert also?

Fachleute schätzen, dass die wahre Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um gut ein Drittel höher liegt, als die Zahl, die die Bundesagentur monatlich herausgibt. Eine Regierung, eine Arbeitsministerin misst sich gerne an diesen so positiv wirkenden Zahlen, nicht aber an den Realitäten. Die sehen erheblich erschreckender aus und haben Aussicht darauf noch dramatischer zu werden. Angesichts Merkelscher Angebote an Griechen, Spanier und Portugiesen, denen bei uns sichere Arbeitsplätze zugesagt werden, haben deutsche Arbeitslose künftig noch weniger Perspektiven und Chancen.  

Jürgen Klopp: "Alle greifen richtig an."

Jürgen Klopp ist Optimist. Nicht dass er übertrieben optimistisch wäre, nein, er versucht den Spagat zwischen den Realitäten und den legitimen Träumen der BVB-Supporter. "Ich kann nicht sagen, wir schnappen uns nächstes Jahr das Ding. Das ist ja Quatsch. Aber es wäre schön, wenn man das irgendwann wieder haben könnte. Doch bis hierhin ist es ohnehin viel besser gelaufen, als wir uns das erträumt haben", erläutert der BVB-Trainer.

In der Tat sind die letzten drei Spielzeiten traumhaft abgelaufen. Nun aber ist Mittelfeldmann Mario Götze den BAyern an die Angel gegangen und auch auf Robert Lewandowskis genialen Torriecher wird die Borussia verzichten müssen. Ist das der Start in magere BVB-Jahre? Jürgen Klopp wäre nicht Jürgen Klopp, wenn er dies mit Ja beantworten würde. Klopp: "Auf alle Fälle will ich mich mit der Borussia auch im nächsten Jahr für die Königsklasse qualifizieren. Das wird nicht einfach. Denn alle greifen richtig an. Leverkusen und Schalke wollen aufrüsten und den nächsten Schritt machen und es werden Überraschungs-Mannschaften wie in diesem Jahr die Freiburger, hinzukommen." Das ist in jedem Fall eine positive Entwicklung für die Liga.

Für die abgelaufene Spielzeit stellte Klopp fest: "Wir hatten jetzt die erste Saison, die sehr gut, aber nicht perfekt gelaufen ist. Wir können mehr, sowohl was Punkteausbeute als auch Gegentore angeht. Deshalb haben wir genug zu tun." Die Spiele gegen die Bayern hält Klopp in der nächsten Saison für fast unwichtig. Da habe man in der letzten Saison zweimal unentschieden gespielt. Die 25 bei anderen Gegnern liegen gelassenen Punkte, vor allem die Doppelpunktverluste gegen Schalke und den HSV sind viel ärgerlicher. "Da ist der Ansatzpunkt, nicht die beiden Spiele gegen Bayern. Die können wir so gestalten, dass wir nicht von vornherein wegfliegen. Da werden wir auch in der neuen Saison wettbewerbsfähig sein", ergänzte Klopp.

Wettbewerbsfähig wird der BVB sein, das hat neben Jürgen Klopp auch Vorstandschef Hans-Joachim Watzke den Fans versprochen. Für den lange ausfallenden Lukas Pisczek ist bereits Sokratis verpflichtet worden. Gerätselt wird um den Belgier de Bryne und Christian Eriksen von Ajax Amsterdam, von dem man hört dass er sehr gerne nach Dortmund wechseln möchte.

In beiden Fällen wird wohl noch ein paar Tage lang gepokert, ehe sich die Klubs einig sind. Ajax hat allerdings heute einen Kontakt zum BVB dementiert.

Der nächste Abgang bei der Borussia scheint für 2014 bereits festzustehen. Ikay Gündogan, gerade erst frisch liiert mit der GZSZ-Darstellerin Sila Sahin, scheint von Real Madrid umworben zu werden. Der BVB soll Madrid auf das nächste Jahr vertröstet haben.

Montag, 27. Mai 2013

Entspannen ist angesagt...

..nur für die Bayern aus München nicht. Die müssen laut Vorstand Karl-Heinz Rummenigge jetzt einen1,8 Promille-Level halten, um den VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale schlagen zu können. Die Arroganz der bajuwarischen Kickerspitze hat sich einmal mehr gezeigt. Das war nicht eines wahren Champion würdig.

Der Champions-League-Sieger der Herzen, der BV Borussia Dortmund, darf sich nun entspannen. Die Kicker werden in den nächsten Tagen die Flieger in die verschiedensten Urlaubsorte nehmen, einige müssen noch für ihre Nationalmannschaften fit bleiben.

Die Verletzung von Kevin Großkreuz hat sich offenbar als nicht so schlimm wie befürchtet herausgestellt. Eine starke Mittelfußprellung ist zwar sehr schmerzhaft, aber immer noch eine positivere Diagnose als ein Mittelfußbruch. Für>Lukas Pisczek und Nuri Sahin stehen Operationen an.

Am späten Sonntagnachmittag, als sich die Mannschaft noch einmal den 15.000 BVB-Fans im Westfalenstadion präsentierte, war der Himmel traurig grau. So grau wie dieser Auftritt in grauem Zwirn. Die Spieler wirkten nicht nur müde und abgespannt. Sie wirkten auch desinteressiert. Einige schlenderten an den Tribünen vorbei mit den Händen in den Hosentaschen oder mit dem Handy am Ohr. Sorry, aber das ist nicht die Art, die der Fan sich wünscht, wenn er für einen 15-Minutenauftritt den Weg ins Stadion auf sich nimmt.

Mario Götze schlich bedröppelt übers Feld und Bayern-Kandidat Robert Lewandowski sah recht allein gelassen aus, von seinen Mitspeilern. In dieser Verfassung möchte man keinen Borussen-Spieler noch einmal auf dem Rasen des Westfalenstadions, respektive des Signal-Iduna-Parks sehen.

Hans Joachim Watzke, sehr nachdenklich, aber kämpferisch, hat den Fans versprochen, dass im August zum Saisonstart wieder eine Supertruppe auf dem Rasen steht, die erneut die Bayern angreifen wird. An dieser Aussage wird der BVB in der Spielzeit 2013/2014 gemessen werden. Ähnlich hat es auch Michael Zorc im ZDF ausgedrückt. Auch Jürgen Klopp konnte nicht anders, als nachdenklich aussehen. Was in seinem Kopf während der kurzen Abschiedzeremonie im Stadion vorging, hätte man gern gewusst.

Apropos Abschied: Gut, dass es keine große Verabschiedung von Mario Götze gegeben hat. Auch dies zeigt, dass der BVB und Götze durchaus kontrovers auseinander gehen. Es gab auch nicht das sonst so väterlich wirkende Drücken  durch Klopp. Es bestand sichtbare Distanz.

Was auch immer die Sommerpause bringen mag für den BVB. Die erste Neuverpflichtung steht mit Sokratis ja bereits fest. Die Fans freuen sich auf eine neue tolle Saison mit Ihren Idolen, sowohl in der Bundesliga, wie auch im DFB-Pokal und in der Champions-League.