Die Alternative für Deutschland bezeichnet sich selbst als die Alternative, die den Begriff alternativlos bekämpfen möchte.
Ich hatte an die Partei einige Nachfragen gestellt, die jetzt auch offiziell von Christine Mayer-Bialkowski aus dem
Kontakt-Team & Ansprechpartner WA2013 beantwortet wurden.
Die Frage nach der Koalitionsfähigkeit der AfD wurde sehr eindeutig beantwortet. Eine Zusammengehen mit SPD und Grünen schließt die Partei vollkommen aus. Ob dies mit der CDU oder CDU/CSU und FDP möglich wäre wird offen gelassen. Originalantwort der AfD: Da SPD und Grüne eine Schuldenunion mit Eurobonds, Altschuldentilgungsfond und Aufgabe weiterer Souveränität an die EU wollen, ist eine Koalition mit diesen Parteien mehr als unwahrscheinlich - es sei denn, beide Parteien würden sich bedingungslos den Zielen der AfD anschließen!
Forderungen einer Partei, die so eben die Fünf-Prozentmarke angekratzt hat, wird sich eine SPD/Grüne Koalition kaum beugen.
Setzt sich die AfD für einen flächendeckenden und branchenübergreifenden Mindestlohn ein. Kurz und bündig die Antwort der AfD: Wir bevorzugen die Autonomie der Tarifpartner. Staatlichen Dirigismus lehnen wir ab.
Dies bedeutet, dass die AfD hier in etwa auf dem Level der FDP liegt, die ebenfalls die Mindestlohnfrage von den Tarifparteien abhandeln lassen möchte und dies auch nicht für alle Branchen für nötig hält. Ein mit Sicherheit falscher Weg, denn die Menschen, die für Dumpinglöhne arbeiten, wie im Friseurhandwerk, auf den Schlachthöfen oder in den Callcentern, werden dies nicht mehr lange mit sich machen lassen und handfesten Protest anmelden.
Soziale Projekte will die AfD erst zu einem Zeitpunkt unterstützen, wenn es unter Umständen bereits zu spät ist. Auf die Frage, wie die AfD denn zum Thema Altersarmut stehe, gab die Partei ebenfalls kurz und bündig folgende Antwort: Solange die Euro-Rettung Unsummen verschlingt, bleibt kein Geld für weitere soziale Projekte. Deshalb muss zunächst das Währungsproblem gelöst sein, ehe man wieder Steuergelder weiteren sozialen Zwecken widmet.
Bedeutet, dass auch hier die Linie der FDP ganz nahe ist. Großer Schritt zur Zwei-Klassengesellschaft. Wer nicht richtig reich ist, der ist eben arm, basta! Keine wirklich gute Zukunftsperspektive für die Menschen, die vielleicht unwissentlich die AfD wählen, weil sie gegen den Euro sind und die restliche "Programmatik der Newcomer aber falsch einschätzen.
Das Thema innere Sicherheit ist für die AfD gar kein Thema Die Antwort: Innere Sicherheit ist ein wichtiges Thema. Sie wird auch nach unserer Überzeugung im Rahmen der geltenden Gesetze gewährleistet.
Das ist eine andere Meinung, als die überwiegend von der Bevölkerung wahrgenommenen. Dort fühlt man sich oft keineswegs sicher auf den Straßen.
Ist also doch keine wahre Alternative, die Alternative für Deutschland. Man kann eigentlich nur vor ihr warnen. Ein wirkliches Parteiprogramm oder ein Programm für die Bundestagswahl 2013 hat die Partei nicht. Dies soll nach eigenen Aussagen erst nach der Wahl im September verabschiedet werden. Aber bei den gegebenen Antworten, darf man nicht wirklich ein Programm für das Volk erwarten, sondern eher für die sogenannte Oberschicht.