Montag, 27. Mai 2013

Entspannen ist angesagt...

..nur für die Bayern aus München nicht. Die müssen laut Vorstand Karl-Heinz Rummenigge jetzt einen1,8 Promille-Level halten, um den VfB Stuttgart im DFB-Pokalfinale schlagen zu können. Die Arroganz der bajuwarischen Kickerspitze hat sich einmal mehr gezeigt. Das war nicht eines wahren Champion würdig.

Der Champions-League-Sieger der Herzen, der BV Borussia Dortmund, darf sich nun entspannen. Die Kicker werden in den nächsten Tagen die Flieger in die verschiedensten Urlaubsorte nehmen, einige müssen noch für ihre Nationalmannschaften fit bleiben.

Die Verletzung von Kevin Großkreuz hat sich offenbar als nicht so schlimm wie befürchtet herausgestellt. Eine starke Mittelfußprellung ist zwar sehr schmerzhaft, aber immer noch eine positivere Diagnose als ein Mittelfußbruch. Für>Lukas Pisczek und Nuri Sahin stehen Operationen an.

Am späten Sonntagnachmittag, als sich die Mannschaft noch einmal den 15.000 BVB-Fans im Westfalenstadion präsentierte, war der Himmel traurig grau. So grau wie dieser Auftritt in grauem Zwirn. Die Spieler wirkten nicht nur müde und abgespannt. Sie wirkten auch desinteressiert. Einige schlenderten an den Tribünen vorbei mit den Händen in den Hosentaschen oder mit dem Handy am Ohr. Sorry, aber das ist nicht die Art, die der Fan sich wünscht, wenn er für einen 15-Minutenauftritt den Weg ins Stadion auf sich nimmt.

Mario Götze schlich bedröppelt übers Feld und Bayern-Kandidat Robert Lewandowski sah recht allein gelassen aus, von seinen Mitspeilern. In dieser Verfassung möchte man keinen Borussen-Spieler noch einmal auf dem Rasen des Westfalenstadions, respektive des Signal-Iduna-Parks sehen.

Hans Joachim Watzke, sehr nachdenklich, aber kämpferisch, hat den Fans versprochen, dass im August zum Saisonstart wieder eine Supertruppe auf dem Rasen steht, die erneut die Bayern angreifen wird. An dieser Aussage wird der BVB in der Spielzeit 2013/2014 gemessen werden. Ähnlich hat es auch Michael Zorc im ZDF ausgedrückt. Auch Jürgen Klopp konnte nicht anders, als nachdenklich aussehen. Was in seinem Kopf während der kurzen Abschiedzeremonie im Stadion vorging, hätte man gern gewusst.

Apropos Abschied: Gut, dass es keine große Verabschiedung von Mario Götze gegeben hat. Auch dies zeigt, dass der BVB und Götze durchaus kontrovers auseinander gehen. Es gab auch nicht das sonst so väterlich wirkende Drücken  durch Klopp. Es bestand sichtbare Distanz.

Was auch immer die Sommerpause bringen mag für den BVB. Die erste Neuverpflichtung steht mit Sokratis ja bereits fest. Die Fans freuen sich auf eine neue tolle Saison mit Ihren Idolen, sowohl in der Bundesliga, wie auch im DFB-Pokal und in der Champions-League.

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