Per Steinbrück, der Kanzlerkandidat der SPD ist nach Frankreich zu Präsident Hollande gereist. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt, wenn man die Lage der französischen Regierung derzeit zu Grunde legt.
Wirtschaftsminister Rösler (FDP) meinte, diesen Besuch Steinbrücks kommentieren zu müssen. "Die Folgen sozialistischer Experimente kann man bei unseren Nachbarn leider genau beobachten: Weniger Investitionen, Rückgang des Wachstums und Verwerfungen am Arbeitsmarkt", sagte Rösler. Und damit wollte er wohl sagen, dass Steinbrück besser zu Hause geblieben wäre.
Wie auch immer, der französische Präsident kann Unterstützung derzeit brauchen. Von Merkel ist die wohl eher nicht zu erwarten. Warum auch, sie hat im eigenen Lande genug Probleme zu lösen. Momentan ergeht sich deutsche Politik im Lavieren, ohne jegliches vernünftiges Konzept.
Und gerade das politische Leichtgewicht Rösler sollte sich in der Bewertung des Tuns anderer Politiker zurückhalten. Nicht zuletzt ist es er und sein Ministerium, das für soziale Kälte bei der Bevölkerung sorgt, sozialen Abstieg und Verarmung fördert und nicht in der Lage ist, Deutschlands Wirtschaft wirklich über Wasser zu halten. Und auch hier sind die Arbeitsmarktzahlen, die Rösler allerdings nicht zu verantworten hat, auch nur Augenwischerei.
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