Donnerstag, 25. April 2013

Fußball Bundesliga: Verlogen und verbogen!

Kaum ist der grandiose Sieg von Borussia Champions League errungen, ist er schon wieder Nebensache. Viel interessanter ist doch die Story, die sich um die spektakulären Transfergeschäfte der Spieler und Spielerberater rankt. Da kann sich ein Hans-Joachim Watzke wie noch vor wenigen Monaten geschehen in die Öffentlichkeit stellen und verkünden: "Mario Götze und Robert Lewandowski sind unverkäuflich", da muss er sich wenig später dem Druck der Spieler und der Berater beugen, ja er muss sich verbiegen, solch eine Aussage beim einem Angebot von 37 Millionen wieder gerade zu rücken.

Die möchten nämlich Geld verdienen! Viel Geld! Mehr, als Borussia Dortmund zu zahlen bereit ist. Und noch mehr zahlen kann im Moment nur noch einer: der keineswegs mehr sympathische Verein aus der Allianz Arena!

Und wenn sich Spieler wie Götze, und er steht da nicht allein, hinstellen und ihre Treue zu ihrem derzeitigen Verein in der Öffentlichkeit hervorheben, die Hand beim Jubel auf das Vereinsemblem auf dem Trikot legen, dann tun sie das nur so lange, bis ein Verein mehr Geld bietet. Fußball verlogen!

Der deutsche Fußball wird ein Problem bekommen, das ist ganz sicher. Jürgen Klopp, der Dortmunder Trainer hat das wohl wissentlich "schottische Verhältnisse" genannt. Das bedeutet, dass künftig nur noch ein Verein die Bundesliga beherrschen wird. Danach folgt ein zweiter Klub mit gutem Abstand und mit weiterem Abstand dürfen die restlichen Sechzehn die Plätze unter sich aufteilen.

Es wird Zeit, dass der Deutsche Fußball Bund und die Deutsche Fußball Liga in den ligainternen Transfer-Zirkus lenkend eingreift. Den Begriff der "Transferfairneß" gibt es ja bei der UEFA, dem europäischen Dachverband, schon. Er sollte in modifizierter Form in der Bundesliga dafür sorgen, dass dort gesunder Wettbewerb herrscht und nicht die Diktatur der Farbe Rot.

Möglicherweise erledigt sich das Problem von selbst, wenn die Münchner eventuell doch enger mit dem Finanzskandal um ihren Präsidenten Uli Hoeneß verbandelt sind. Andererseits ist es sicherlich ein guter Schritt für die Zukunft des deutschen Fußballs, wenn die Macht des Geldes reguliert wird. Das muss nicht gleichbedeutend damit sein, dass der deutsche Fußball international weniger stark auftreten wird.

FIFA, UEFA und DFL regulieren alles Mögliche und vor allem das Unmögliche. Sollen sie doch das Unmögliche möglich machen und den Ausverkauf beim sportlichen Gegner begrenzen.

Jetzt werden natürlich Spieler und Berater aufschreien, denn ohne einen Wechsel verdienen sie natürlich weniger. Aber die Spieler sollten auch darüber nachdenken, ob sie nicht zu den Totengräbern des deutschen Ligafußballs werden. Wenn die Liga nicht mehr attraktiv ist und zum Beispiel der FC Schalke schon jetzt für mehrere Jahre das Projekt Deutsche Meisterschaft abschreibt, so ein hochrangiges Vorstandsmitglied, dann ist die Langeweile nicht mehr weit.

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